Oh du schöne Plätzchenzeit II {Nougatkipferl}

Hier wandert momentan ein Backblech, belegt mit den leckersten Plätzchen, nach dem nächsten in den Backofen. Ehrlich gesagt haben wir schon alle aufgefuttert wundere ich mich ein bisschen wo die alle bleiben ;-)

Jedes Jahr ganz oben auf meiner to-bake-Liste stehen meine heißgeliebten Vanillekipferl. Dieses Jahr habe ich mich ausnahmsweise mal für eine neue Version entschieden: Nougatkipferl! Grandios! Herrlich zart buttrig und doch ganz knusprig und lecker nussig-schokoladig!

Alle Zutaten sind fix zusammen geknetet. Nach einem kurzen Päuschen im Kühlschrank dürfen sie in den Backofen wandern und die Küche mit leckerstem Duft füllen! Die Spitzen fix in flüssige Schokolade getunkt, Schoki fest werden lassen (wer kann bitte so lange warten??), fertig.

Nougatkipferl1

Nougatkipferl3

Und los geht’s!

Zutaten für ca. 3 Bleche:

200 g Nougatmasse

100 g Butter

1 Ei

1 Päckchen Vanillezucker

1 Prise Salz

300 g Mehl

1/2 TL Backpulver

150 g Zartbitterkuvertüre

Nougatmasse klein schneiden und überm Wasserbad schmelzen. Butter, Ei, Vanillezucker und Salz mit dem Mixer schaumig rühren. Die abgekühlte Nougatmasse (sie darf nicht mehr heiß sein) dazu geben und unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und nach und nach unter die Nougat-Butter-Mischung rühren. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gehüllt für eine Stunde in den Kühlschrank geben.

Den Teig zu Kipferln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Bei 170 ° C Umluft für ca. 10 Minuten backen, bis sich die Spitzen leicht bräunlich färben.

Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen, die Enden der Nougatkipferl eintauchen und trocknen lassen.

Wie schon gesagt, die ersten Kipferl werden hier schon verputzt, bevor die Schokolade einen festen Zustand erreicht ;-) Hihi

Mädels und Jungs, Sonntag ist schon der 4. Advent! Heissa, jetzt rast aber die Zeit! Also fix ins Getümmel stürzen und die letzten Geschenke besorgen! Und Glühwein trinken! Und einen Weihnachtsbaum kaufen! Und gebrannte Mandeln futtern! Und! Und! Und!

Habt es schön!

Unterschrift

Oh du schöne Plätzchenzeit! {Schneeflöckchen}

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit!

Schon als kleines Fräulein habe ich meiner Oma beim Backen zugesehen und dieses in der Vorweihnachtszeit ganz besonders geliebt. Das Rezept für zarte und doch knusprige, nach Vanille schmeckenden ‚Schneeflöckchen‘ stammen natürlich auch aus Omas heiligem Rezeptbuch!

KugelundStern

Ein von mir heißgeliebter Plätzchen-Klassiker, der in der Keksdose auf keinen Fall fehlen darf!

Schneeflöckchen

Herr B. bevorzugt eher meine Mandelhörnchen und Theo greift auch lieber bei den bunt verzierten Plätzchen zu… Ich könnte mich jetzt ärgern, aber nichts da! Mehr für mich ;-)

Rezept für Omas Schneeflöckchen

250 g Butter, 100 g Puderzucker, eine Vanilleschote, 250 g Speisestärke, 100 g Mehl

Butter, Puderzucker und Mark der Vanilleschote mit dem Mixer schaumig rühren, Speisestärke und Mehl vermischen und nach und nach unterrühren. Den Teig vierteln und zu Rollen formen. Diese gleichmäßig in Stücke schneiden und zu Kugeln formen. Die Teigkugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und mit einer bemehlten Gabel etwas platt drücken.

Bei 160 °C für ca. 15 Minuten backen, bis sich die Ränder der Plätzchen goldbraun färben. Nicht wundern, die Plätzchen sind im warmen Zustand noch weich und werden erst beim Auskühlen knusprig!

Liebste Grüße und happy baking!

Unterschrift

Was für mich momentan Luxus bedeutet

Bergfest. Es ist Mittwoch Mittag. Ich brauche heute nicht arbeiten. Der kleine Mann ist im Kindergarten, die Einkäufe erledigt, ne Maschine Wäsche läuft.

Ich habe in Ruhe geduscht, trinke einen heißen Becher Milchkaffee und gönne mir eine halbe Stunde auf der Couch. Nur mein Laptop und ich.

 mein Luxus

Ich bin glücklich und zufrieden. Im Hier und Jetzt. Und merke, dass genau dies mein momentaner Luxus ist.

Vor zwei Jahren wusste ich diesen Luxus noch gar nicht zu schätzen, hätte mir jemand davon erzählt, hätte ich ihn vielleicht sogar voller Mitleid mit großen Augen angesehen. Aber ich kann mich nur wiederholen: alles ist gut, so wie es ist. Mit allen Hochs und Tiefs {die je nach dicke meiner Nerven mehr oder weniger gut zu ertragen sind ;-) }.

Mit tollen neuen Backrezepten oder Hochzeitsideen kann ich momentan nicht dienen, möchte euch den ein oder anderen Einblick in mein Mami-Leben aber nicht vorenthalten. Im Kühlschrank liegt ein Stück frische Hefe, das zu einem leckeren Osterzopf verarbeitet werden soll. Wenn ihr Glück habt, bekommt ihr das Resultat zu sehen ;-)

Bis dahin wünsche ich euch eine ganz wundervolle Woche!

Unterschrift

Mein erstes Jahr als Mama {ein kleiner Einblick in unser Leben}

Morgen feiert Theo seinen ersten Geburtstag und hinter mir liegt mein erstes Jahr als Mama. Meine Gedanken fahren Achterbahn. Was für ein Jahr! Und wie schnell ist die Zeit vergangen {meist gesagter Satz 2014 ;-)}!

Theo

Alles war so neu, so anders, nervenaufreibend, wunderschön, zum Weinen, zum Lachen…

Während meiner Schwangerschaft hatte ich genügend Zeit mich auf mein neues Leben als Mama vorzubereiten. Zumindest dachte ich das ;-) Ich habe viel in Ratgebern gelesen, mich mit anderen Mamis unterhalten, gut im Geburtsvorbereitungskurs aufgepasst während die Männer schon bei der Entspannungsübung friedlich schnarchten. Und dann kam irgendwie alles anders {Ok, ok. Ich gebe zu: meine Vorstellungen, wie das Leben als junge Familie sein wird, waren wohl etwas zu romantisch und vielleicht auch etwas naiv…}.

Theo wurde per Kaiserschnitt geboren. Ich habe während meiner Schwangerschaft so gut wie keinen Gedanken an einen Kaiserschnitt verschwendet. Ich werde Theo auf natürlichem Weg gebären. Warum auch nicht?! Während der Wehen fielen Theos Herztöne in den Keller, ein Kaiserschnitt war unumgänglich. Für mich zu diesem Zeitpunkt ein Schock. Damit habe ich nicht gerechnet. Dummerweise habe ich die letzten Tage meiner Schwangerschaft „Greys Anatomy“ rauf und runter gesehen. Das hat mit den Weg zum OP nicht wirklich erleichtert ;-) Mit dem Kaiserschnitt kann ich mittlerweile gut leben. Die Narbe ist so etwas wie eine Unterschrift. Theos Unterschrift auf meiner Haut.

Auch das Stillen hat nicht so reibungslos geklappt, wie ich es mir  anfangs vorgestellt  habe. Ich habe mal in einem Ratgeber gelesen, dass man sich einen gemütlichen Platz zum Stillen herrichten soll. Es könnte zum Beispiel eine Tasse Tee und ein gutes Buch bereit liegen, was man während des Stillens gemütlich lesen könne. In keiner Minute, in der ich (vielleicht zu krampfhaft und ungeduldig) versucht habe meinen Sohn zu stillen, habe ich daran gedacht nun mal ein gutes Buch zu lesen. Und letzten Endes weiß ich, dass Theo die Pre-Milch auch nicht geschadet hat ;-)

Ebenso haben mich die Hochs und Tiefs des Wochenbettes ganz schön überrannt. Auch hier hatte ich in meiner Vorstellung wieder die rosarote Brille auf: die junge Familie sitzt kuschelig auf der Couch, geht im ersten Schnee des Jahres spazieren, macht ein Nickerchen, wenn das Baby schläft, kocht nahrhafte Gerichte… Im Nachhinein kann ich herzhaft über meine Vorstellung lachen ;-) Natürlich lief es alles irgendwie anders ab: so richtig kuschelig wurde es erst später. In den ersten 6 Wochen hat Theo geschrien was das Zeug hält und einer war immer damit beschäftigt, den armen Wurm durch die Gegend zu tragen. Ich hatte noch Schmerzen vom Kaiserschnitt, Spaziergänge waren also noch nicht wirklich angenehm. Mehr als einmal um den Block war anfangs nicht drinn. Natürlich habe ich auch oft versucht zu schlafen, wenn Theo schläft, aber es gab ja noch so viel anderes zu tun. Haushalt, Wäsche, Einkäufe. Und dann gab es Abende an denen wir um 22 Uhr überlegten, ob wir tatsächlich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen haben. Aber dann wurde es dann besser. Theo hat sich überlegt, dass Schlaf doch gar nicht so schlecht ist und wir konnten das erste Mal unsere Zeit als kleine Familie genießen. Leider war dann die Elternzeit meines Mannes auch schon fast vorüber ;-).

Ich muss kurz erwähnen, dass wir die allerbeste Hebamme an unserer Seite hatten! So viele Fragen wurden geduldig beantwortet, gut zugeredet, beruhigt und getröstet. Schade, dass man nicht das komplette erste Lebensjahr des Kindes Anspruch auf eine Hebamme hat, ich hätte es angenommen ;-)

Es hat eine Weile gedauert, bis Theo und ich eine Art Alltag gefunden haben. Herr B. musste wieder arbeiten und alles war plötzlich noch mal neu. Ich habe mich anfangs wirklich schwer damit getan, auch mal spontan das Haus zu verlassen und mir so selbst viele Steine in den Weg gelegt. Aber auch das hat sich irgendwann gelegt und ich wurde entspannter.

Aus meinem Geburtsvorbereitungskurs hat sich eine Krabbelgruppe gebildet. Der Austausch mit den anderen Mamis tut mir gut. Sei es nur zu hören, dass an Schlaf bei den anderen auch gerade nicht zu denken ist, ein anderes Kind auch nur Nudeln und Bananen essen möchte, oder noch einen super Tipp gegen Bauchweh oder andere Wehwehchen zu bekommen.

Dann ist da ja noch die Sache mit den Zähnen. Theos erster Zahn kam quasi über Nacht. Kein Gequengel. Keine schlaflosen Nächte und getrunken hat er auch wie immer. „Was machen denn alle fürn Trara ums Zahnen?“ Tja, leider wurde ich auch hier schnell eines besseren belehrt. Die nächsten Zähne kamen nicht mehr so einfach durch. Schmerzen, rote Wangen, nicht mehr essen wollen, nur getragen werden. Armer kleiner Theo. Aber auch arme Eltern! Diese Zeit kostet ordentlich Nerven. „Das geht alles vorbei!“ ist noch heute mein Mantra in einer schlaflosen Nacht. „Nach einer schlechten Nacht folgt eine gute!“ sagte meine Hebamme mal, ich gebe die Hoffnung nicht auf ;-)

Generell ist es mit dem Schlafen bei uns auch noch ein bisschen schwierig. Alles eine Phase… Hört man gerne. Hört sich nur leider nach vielen schlaflosen Nächten hintereinander nicht so hoffnungsvoll an, wie es wohl sollte. Mal schläft Theo die ganze Nacht durch, 12 Stunden am Stück. Mal wacht er nach 30 Minuten Schlaf wieder auf und denkt gar nicht daran für die nächsten 4 Stunden die Augen wieder zu zumachen. Wir arbeiten noch an einem guten Rhythmus ;-)

Und wenn man sich gerade mal entspannt zurücklehnt, weiß wie der Hase läuft und glaubt sein Kind zu kennen, kommt doch wieder alles anders ;-) Ein Beispiel: Theo hat seine Banane immer in kleine Scheiben geschnitten gegessen. Dann gab es plötzlich ein riesen Geschrei, als ich die Schale mit den Bananen-Scheiben vor ihn stellte. Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, dass er von heute auf morgen seine Banane lieber am Stück essen und selber abbeißen möchte. Morgen möchte er sie wahrscheinlich wieder in Scheiben geschnitten haben ;-)

Seit ein paar Wochen geht Theo in die Krippe, krabbelt, kann alleine stehen und brabbelt in seiner eigenen Sprache. Er probiert gerne neue Gerichte aus und zeigt uns ganz genau, was ihm schmeckt und was nicht. Ein Lächeln und ein Kuss reichen, um eine turbulente Nacht oder nervenaufreibenden Tag vergessen zu lassen. Mama zu sein ist für mich gleichzeitig die schönste aber auch größte Aufgabe meines Lebens! Und auch die anstrengende Zeit am Anfang ist gefühlt schon ganz weit weg. Allerdings denke ich schon, dass ein bisschen mehr Ehrlichkeit und weniger Naivität mir gut getan hätte. Vor allem hätte ich mich nicht so sehr auf die vielen Ratgeber verlassen sollen ;-) Jedes Kind ist anders, und jeder empfindet anders.

Und jetzt ist alles gut so wie es ist.

Happy Birthday kleiner Mann! Mami hat dich so doll lieb!

Unterschrift

Liebe geht durch den Magen {2. Hochzeitstag & Apfel-Crumble}

Gaaanz viel Liebe schwebt heute durchs Hause B.: heute ist unser zweiter Hochzeitstag! Ich kann mich noch an jedes Detail unserer Hochzeit erinnern. Unsere Familie und Freunde haben uns einen unvergesslichen Tag gezaubert! Wenn ich könnte würde ich Herrn B. sofort wieder heiraten! Und mal ehrlich: noch einmal ins Brutkleid schlüpfen wäre doch auch irgendwie toll ;-)

Hochzeitstag

2 Jahre sind wir nun schon verheiratet. Der erste Hochzeitstag mit Theo, auch etwas ganz besonderes! Letztes Jahr, an unserem ersten Hochzeitstag, habe ich das erste Mal gespürt, dass der kleine Mann in meinem Bauch Schluckauf hatte. Hihi, noch so ein unvergessliches Gefühl… Und nun flitzt er über die Fliesen und schmeißt Türme um! Hach hach hach…

So süß und Herz erwärmend wie die Liebe ist auch dieses Apfel-Crumble (Apple-Crumble) Rezept, das ihr UNBEDINGT ausprobieren müsst!

Crumble

Für ca. 6 Personen benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 1 kg (ich nehme immer 4 große) Äpfel, z.B. Elstar
  • 200 g Zucker
  • 200 g Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Mehl
  • etwas Zucker und Zimt zum Bestreuen der Äpfel

Die Zubereitung ist ganz leicht: Backofen auf 180° C (Umluft) vorheizen. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, vierteln und in kleine Stücke schneiden. Mit Zucker und Zimt bestreuen (je nach Belieben, bei mir ist es immer ordentlich viel Zimt ;-)) und in eine Auflaufform geben. Die restlichen Zutaten in eine große Schüssel geben und zu Streuseln verkneten. Die Butter sollte hierfür Raumtemperatur haben! Streusel auf den Apfelstücken verteilen und für 20 Minuten bei 180° C Umluft backen. Wenn die Streusel goldbraun sind, ist das Crumble fertig!

Ich esse das Apfel-Crumble am liebsten „pur“, aber Vanilleeis schmeckt auch super dazu!

Kuerbis

Habt einen wundervollen Sonntag!

Unterschrift

 

Das Rezept habe ich übrigens bei Kochbar entdeckt!