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Was für mich momentan Luxus bedeutet

Bergfest. Es ist Mittwoch Mittag. Ich brauche heute nicht arbeiten. Der kleine Mann ist im Kindergarten, die Einkäufe erledigt, ne Maschine Wäsche läuft.

Ich habe in Ruhe geduscht, trinke einen heißen Becher Milchkaffee und gönne mir eine halbe Stunde auf der Couch. Nur mein Laptop und ich.

 mein Luxus

Ich bin glücklich und zufrieden. Im Hier und Jetzt. Und merke, dass genau dies mein momentaner Luxus ist.

Vor zwei Jahren wusste ich diesen Luxus noch gar nicht zu schätzen, hätte mir jemand davon erzählt, hätte ich ihn vielleicht sogar voller Mitleid mit großen Augen angesehen. Aber ich kann mich nur wiederholen: alles ist gut, so wie es ist. Mit allen Hochs und Tiefs {die je nach dicke meiner Nerven mehr oder weniger gut zu ertragen sind ;-) }.

Mit tollen neuen Backrezepten oder Hochzeitsideen kann ich momentan nicht dienen, möchte euch den ein oder anderen Einblick in mein Mami-Leben aber nicht vorenthalten. Im Kühlschrank liegt ein Stück frische Hefe, das zu einem leckeren Osterzopf verarbeitet werden soll. Wenn ihr Glück habt, bekommt ihr das Resultat zu sehen ;-)

Bis dahin wünsche ich euch eine ganz wundervolle Woche!

Unterschrift

Mein erstes Jahr als Mama {ein kleiner Einblick in unser Leben}

Morgen feiert Theo seinen ersten Geburtstag und hinter mir liegt mein erstes Jahr als Mama. Meine Gedanken fahren Achterbahn. Was für ein Jahr! Und wie schnell ist die Zeit vergangen {meist gesagter Satz 2014 ;-)}!

Theo

Alles war so neu, so anders, nervenaufreibend, wunderschön, zum Weinen, zum Lachen…

Während meiner Schwangerschaft hatte ich genügend Zeit mich auf mein neues Leben als Mama vorzubereiten. Zumindest dachte ich das ;-) Ich habe viel in Ratgebern gelesen, mich mit anderen Mamis unterhalten, gut im Geburtsvorbereitungskurs aufgepasst während die Männer schon bei der Entspannungsübung friedlich schnarchten. Und dann kam irgendwie alles anders {Ok, ok. Ich gebe zu: meine Vorstellungen, wie das Leben als junge Familie sein wird, waren wohl etwas zu romantisch und vielleicht auch etwas naiv…}.

Theo wurde per Kaiserschnitt geboren. Ich habe während meiner Schwangerschaft so gut wie keinen Gedanken an einen Kaiserschnitt verschwendet. Ich werde Theo auf natürlichem Weg gebären. Warum auch nicht?! Während der Wehen fielen Theos Herztöne in den Keller, ein Kaiserschnitt war unumgänglich. Für mich zu diesem Zeitpunkt ein Schock. Damit habe ich nicht gerechnet. Dummerweise habe ich die letzten Tage meiner Schwangerschaft „Greys Anatomy“ rauf und runter gesehen. Das hat mit den Weg zum OP nicht wirklich erleichtert ;-) Mit dem Kaiserschnitt kann ich mittlerweile gut leben. Die Narbe ist so etwas wie eine Unterschrift. Theos Unterschrift auf meiner Haut.

Auch das Stillen hat nicht so reibungslos geklappt, wie ich es mir  anfangs vorgestellt  habe. Ich habe mal in einem Ratgeber gelesen, dass man sich einen gemütlichen Platz zum Stillen herrichten soll. Es könnte zum Beispiel eine Tasse Tee und ein gutes Buch bereit liegen, was man während des Stillens gemütlich lesen könne. In keiner Minute, in der ich (vielleicht zu krampfhaft und ungeduldig) versucht habe meinen Sohn zu stillen, habe ich daran gedacht nun mal ein gutes Buch zu lesen. Und letzten Endes weiß ich, dass Theo die Pre-Milch auch nicht geschadet hat ;-)

Ebenso haben mich die Hochs und Tiefs des Wochenbettes ganz schön überrannt. Auch hier hatte ich in meiner Vorstellung wieder die rosarote Brille auf: die junge Familie sitzt kuschelig auf der Couch, geht im ersten Schnee des Jahres spazieren, macht ein Nickerchen, wenn das Baby schläft, kocht nahrhafte Gerichte… Im Nachhinein kann ich herzhaft über meine Vorstellung lachen ;-) Natürlich lief es alles irgendwie anders ab: so richtig kuschelig wurde es erst später. In den ersten 6 Wochen hat Theo geschrien was das Zeug hält und einer war immer damit beschäftigt, den armen Wurm durch die Gegend zu tragen. Ich hatte noch Schmerzen vom Kaiserschnitt, Spaziergänge waren also noch nicht wirklich angenehm. Mehr als einmal um den Block war anfangs nicht drinn. Natürlich habe ich auch oft versucht zu schlafen, wenn Theo schläft, aber es gab ja noch so viel anderes zu tun. Haushalt, Wäsche, Einkäufe. Und dann gab es Abende an denen wir um 22 Uhr überlegten, ob wir tatsächlich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen haben. Aber dann wurde es dann besser. Theo hat sich überlegt, dass Schlaf doch gar nicht so schlecht ist und wir konnten das erste Mal unsere Zeit als kleine Familie genießen. Leider war dann die Elternzeit meines Mannes auch schon fast vorüber ;-).

Ich muss kurz erwähnen, dass wir die allerbeste Hebamme an unserer Seite hatten! So viele Fragen wurden geduldig beantwortet, gut zugeredet, beruhigt und getröstet. Schade, dass man nicht das komplette erste Lebensjahr des Kindes Anspruch auf eine Hebamme hat, ich hätte es angenommen ;-)

Es hat eine Weile gedauert, bis Theo und ich eine Art Alltag gefunden haben. Herr B. musste wieder arbeiten und alles war plötzlich noch mal neu. Ich habe mich anfangs wirklich schwer damit getan, auch mal spontan das Haus zu verlassen und mir so selbst viele Steine in den Weg gelegt. Aber auch das hat sich irgendwann gelegt und ich wurde entspannter.

Aus meinem Geburtsvorbereitungskurs hat sich eine Krabbelgruppe gebildet. Der Austausch mit den anderen Mamis tut mir gut. Sei es nur zu hören, dass an Schlaf bei den anderen auch gerade nicht zu denken ist, ein anderes Kind auch nur Nudeln und Bananen essen möchte, oder noch einen super Tipp gegen Bauchweh oder andere Wehwehchen zu bekommen.

Dann ist da ja noch die Sache mit den Zähnen. Theos erster Zahn kam quasi über Nacht. Kein Gequengel. Keine schlaflosen Nächte und getrunken hat er auch wie immer. „Was machen denn alle fürn Trara ums Zahnen?“ Tja, leider wurde ich auch hier schnell eines besseren belehrt. Die nächsten Zähne kamen nicht mehr so einfach durch. Schmerzen, rote Wangen, nicht mehr essen wollen, nur getragen werden. Armer kleiner Theo. Aber auch arme Eltern! Diese Zeit kostet ordentlich Nerven. „Das geht alles vorbei!“ ist noch heute mein Mantra in einer schlaflosen Nacht. „Nach einer schlechten Nacht folgt eine gute!“ sagte meine Hebamme mal, ich gebe die Hoffnung nicht auf ;-)

Generell ist es mit dem Schlafen bei uns auch noch ein bisschen schwierig. Alles eine Phase… Hört man gerne. Hört sich nur leider nach vielen schlaflosen Nächten hintereinander nicht so hoffnungsvoll an, wie es wohl sollte. Mal schläft Theo die ganze Nacht durch, 12 Stunden am Stück. Mal wacht er nach 30 Minuten Schlaf wieder auf und denkt gar nicht daran für die nächsten 4 Stunden die Augen wieder zu zumachen. Wir arbeiten noch an einem guten Rhythmus ;-)

Und wenn man sich gerade mal entspannt zurücklehnt, weiß wie der Hase läuft und glaubt sein Kind zu kennen, kommt doch wieder alles anders ;-) Ein Beispiel: Theo hat seine Banane immer in kleine Scheiben geschnitten gegessen. Dann gab es plötzlich ein riesen Geschrei, als ich die Schale mit den Bananen-Scheiben vor ihn stellte. Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, dass er von heute auf morgen seine Banane lieber am Stück essen und selber abbeißen möchte. Morgen möchte er sie wahrscheinlich wieder in Scheiben geschnitten haben ;-)

Seit ein paar Wochen geht Theo in die Krippe, krabbelt, kann alleine stehen und brabbelt in seiner eigenen Sprache. Er probiert gerne neue Gerichte aus und zeigt uns ganz genau, was ihm schmeckt und was nicht. Ein Lächeln und ein Kuss reichen, um eine turbulente Nacht oder nervenaufreibenden Tag vergessen zu lassen. Mama zu sein ist für mich gleichzeitig die schönste aber auch größte Aufgabe meines Lebens! Und auch die anstrengende Zeit am Anfang ist gefühlt schon ganz weit weg. Allerdings denke ich schon, dass ein bisschen mehr Ehrlichkeit und weniger Naivität mir gut getan hätte. Vor allem hätte ich mich nicht so sehr auf die vielen Ratgeber verlassen sollen ;-) Jedes Kind ist anders, und jeder empfindet anders.

Und jetzt ist alles gut so wie es ist.

Happy Birthday kleiner Mann! Mami hat dich so doll lieb!

Unterschrift

Heute bleibt die Arbeit einfach mal liegen ;-)!

Wenn der kleine Mann sein Mittagsschläfchen hält, ist es eigentlich für mich an der Zeit in Windeseile den Haushalt zu machen, sprich aufräumen, Wäsche waschen, Geschirrspüler ein- und ausräumen, na ja was halt so anfällt. Und ich bin immer wieder überrascht, wie schnell man fertig ist, wenn einem nicht so ein kleiner Zwerg zwischen den Beinen herumkrabbelt ;-) Heute jedoch hab ich da so gar keine Lust zu und suche mir tausend andere Dinge, die ja eigentlich viiiel wichtiger sind und plötzlich allerhöchste Priorität haben! Kennt ihr das? Immer erst mal das Schöne / Bequeme erledigen, bevor es anstrengend bzw. weniger schön wird… Ist kein guter Weg, ja ja, weiß ich doch, aber manchmal gehts einfach nicht anders ;-) Anstatt den Berg an Wäsche zu meistern, habe ich mich lieber schnell für ein paar Minütchen in den Garten verkrochen. Herr B. und ich wohnen nun schon fast drei Jahre in unserem Häuschen, aber der Garten ist irgendwie immer noch eine kleine Baustelle. Was mich eigentlich auch gar nicht so sehr stört: es gibt immer was zu werkeln, zu pflanzen, zu verändern. Das macht mir Spaß und entspannt mich (und bei meinem braunen (!) Daumen bleibt das neu- und umpflanzen leider nicht aus :-D).

Also, anstatt euch jetzt meinen riesigen Wäscheberg zu zeigen, der sich dummerweise in der Zwischenzeit nicht in Luft aufgelöst hat, zeige ich euch lieber ein paar Blumen aus meinem Garten und überlege mir, was ich noch schnell wichtiges erledigen muss ;-)

DSCF7075Schmetterling

DSCF7081Mädchenauge

DSCF7090weiß

DSCF7103Lavendel

Alles Liebe!

Unterschrift

 

Ein kurzer Gruß aus meiner Küche {oder auch das kleine Wörtchen Zeit}

Mit dem neuen kleinen Mann an meiner Seite hat das Wörtchen Zeit für mich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Ein ganz beliebter Satz von mir ist: „Die Zeit vergeht viel zu schnell!“ oder auch „Ich wünschte, ich könnte die Zeit anhalten!“. Sicherlich wisst ihr gleich was ich meine ;-) Als ich früher diese Sätze hörte, dachte ich nur: ach schon wieder so ein Schnack der älteren Generation {Sorry Mama ;-)}… Und heute muss ich selbst über mich lachen, wenn ich diese Worte ausspreche ;-) Aber so ist es! Bereits nach 3 Monaten finde ich, dass Theo viel zu schnell groß wird. War es nicht erst gestern, dass man mir dieses kleine zerbrechliche Wesen das erste Mal in den Arm gelegt hat?

Jede Mama weiß, ein paar freie Minuten, in denen der kleine Wurm ein Nickerchen hält oder mit Papa, Oma oder Opa die kleine große Welt erkundet, Gold wert sind. Mal Zeit für sich haben! Aber nutzt man diese wenige Zeit dann auch wirklich für sich? Meistens erledigt man doch etwas im Haushalt, anstatt mal die Beine hochzulegen und in Ruhe einen Becher Kaffee zu trinken. Oder legt lieber den Stapel Wäsche zusammen anstatt sich ein Bad zu gönnen… Ha! Diesmal nicht! Ich habe endlich mein neues Buch Grüße aus meiner Küche von Lisa Nieschlag (Liz and Jewels) und Lars Wentrup zur Hand genommen und mal wieder etwas gebacken. Backen ist meine kleine Meditation und macht mich glücklich. Daher habe ich mich auch gleich für die Glückskekse entschieden. Außerdem sind die kleinen Kekschen ratz fatz fertig {womit wir wieder beim Thema Zeit wären!}

Glückskekse5

Für ca. 30 Kekse benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 125 g Butter
  • 115 g Zucker
  • 1 Ei
  • 125 g Mehl
  • 125 g Zartbitterschoki
  • 200 g grobe Haferflocken (ich hatte nur zarte Haferflocken im Haus, hat auch geklappt!)

Butter und Zucker schaumig rühren, erst das Ei und dann das Mehl unterrühren. Zartbitterschoki grob hacken und zusammen mit den Haferflocken  ebenfalls unterrühren. Aus dem Teig ca. 30 kleine Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Nun für ca. 15 Minuten im vorgeheiztem Ofen bei 175 °C backen. Schon fertig und so lecker!

Glückskekse1

Glückskekse2

Glückskekse3

Glückskekse4

 

Ich hoffe, ihr genießt diesen herrlichen Sonntag!

Ich werde jetzt mit Theo und Herrn B. bei einem schönen Spaziergang die Sonne genießen!

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Mandelhörnchen {oder auch mein Hauptnahrungsmittel im 3. Schwangerschafts-Trimester}

So ihr Lieben, hier sind sie endlich: [Mit so einem Würmchen zu Hause ticken die Uhren irgendwie anders ;-) und so ein Beitrag verlangt schon mal ein ausgedehntes Schläfchen des kleinen Mannes!]

Meine heißgeliebten Mandelhörnchen!

Ich habe mich tatsächlich in den letzten Wochen meiner Schwangerschaft von fast nichts anderem ernährt {was war noch gleich Obst und Gemüse? Hüstel…}. Sie haben sogar mein Verlangen nach Erdnussbutter abgelöst! Warum lösen diese kleinen Schwangerschafts-Hormönchen eigentlich keinen Jieper nach Rohkost aus ;-)?

Und da Herr B. sie genauso schnell verputzt hat, musste ich alle paar Tage in Produktion gehen ;-) Kein Problem, die kleinen Hörnchen sind ganz  ratzi fatzi fertig (schmecken auch ohne Schoki, falls man doch mal zu ungeduldig ist).

MandelhörnchenDieErste

Ihr benötigt für 10 kleine  Mandelhörnchen folgende Zutaten:

  • 200 g Marzipan-Rohmasse
  • 80 g Zucker
  • 1 Eiweiß
  • ungefähr 50 g gehobelte Mandeln
  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre (Vollmilch geht natürlich auch!)

Marzipan in kleine Stücke schneiden und mit dem Zucker und dem Eiweiß in ein hohes Rührgefäß geben. Mit dem Mixer zu einer glatten Masse rühren. Mit Hilfe eines Esslöffels die Masse in 10 Portionen abstechen und zu kleinen Hörnchen formen. Diese nun in den gehobelten Mandeln wälzen (Achtung, gibt ordentlich klebrige Finger!) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Die Mandelhörnchen im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze 180°C, Umluft 160 °C) für ca. 10 bis 15 Minuten backen. Die Hörnchen nun ein wenig abkühlen lassen und zum Schluss die Enden in geschmolzene Kuvertüre tauchen und bis zum ersten Haps warten, bis die Schokolade fest geworden ist. So lange konnte ich meistens nicht warten hihi ;-)

MandelhörnchenDieZweite

Das Rezept habe ich übrigens HIER entdeckt.

Und hier noch ein Baby-Bauch-Hilfe-Ich-Habe-Zu-Viele-Mandelhörnchen-Gefuttert-Bild :-D (36. Schwangerschaftswoche, siehe auch INSTAGRAM!)

Bauchi131213

Hach, trotz einiger Wehwehchen und einigen ängstlichen Zeiten habe ich meine Schwangerschaft sehr genossen. Es ist so ein unbeschreibliches Gefühl, zu wissen, dass so ein kleines Wesen in einem heran wächst. Ich habe noch nie so viel Liebe, Angst, Freude und Ungewissheit zur gleichen Zeit gespürt… Manchmal vermisse ich meinen Baby-Bauch… Auch wenn die letzten Wochen der Schwangerschaft anstrengend waren und sie letztendlich mit einem Kaiserschnitt beendet werden musste: Bauchi, es war toll mit dir! {Das die Zeit mit unserem kleinen Theo jetzt 1000 Mal schöner ist, brauche ich eigentlich nicht erwähnen, oder ;-)?}

Habt einen wunderschönen Tag!

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